Sondereinheiten

Die nachfolgend aufgeführten Sondereinheiten der Feuerwehr Stadt Stadtallendorf,
setzen sich aus gesetzlichen Vorgaben sowie dem Gefahrenpotential im Stadtgebiet zusammen.

Gefahrstoff (G-ABC Zug)

Mitglieder:

– akquirieren sich aus allen Stadtteilen der Feuerwehr Stadtallendorf
– verfügen über eine spezielle Ausbildung in Umgang mit
  Gefahrsoff-Einsätzen

Der Gefahrstoffzug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Stadtallendorf ist eine spezialisierte Einheit zur Bewältigung von Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern. Seine Aufgabe besteht darin, Gefahrstoff- und Gefahrgutaustritte im gesamten Stadtgebiet eigenständig und fachgerecht abzuarbeiten. Hierzu zählen insbesondere das Erkennen, Messen und Eindämmen von Gefahrstoffen, die Sicherstellung des Umweltschutzes sowie die anschließende Dekontamination von Einsatzkräften, betroffenen Personen und Einsatzmitteln.

Der Gefahrstoffzug entstand im Jahr 2024 im Zuge der Weiterentwicklung der bereits im Jahr 2007 gegründeten Gefahrstoffkomponente. Diese Erweiterung erfolgte auf Grundlage der örtlichen Gefahrenabwehrplanung.

Heute setzt sich der Gefahrstoffzug aus Feuerwehrangehörigen aller Stadtteile der Stadt Stadtallendorf zusammen. Die Mitglieder verfügen über umfangreiche Spezialqualifikationen, darunter GABC-Einsatz, GABC-Führen, Dekon-P sowie die Qualifikation als Atemschutzgeräteträger der Stufe 2Hierbei handelt es sich um spezielle Lehrgänge, die an der Hessischen Landesfeuerwehrschule absolviert werden. Durch regelmäßige Fort- und Ausbildung wird ein hoher Ausbildungsstand sichergestellt, um auch komplexe Einsatzlagen sicher bewältigen zu können.

Die wesentlichen Einsatzmittel sind an den Standorten Stadtallendorf-Mitte sowie Stadtallendorf-Niederklein stationiert. Zentrales Einsatzfahrzeug ist ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Umweltschutz. Dieser bildet das Herzstück des Gefahrstoffzuges und führt umfangreiche Ausrüstung zur Abarbeitung von Gefahrstoffeinsätzen mit. Der Abrollbehälter Umweltschutz ist modular aufgebaut und kann je nach Einsatzlage durch zusätzliche Rollcontainer ergänzt werden. Dadurch ist eine flexible und lageangepasste Einsatzbewältigung möglich.

Der Gefahrstoffzug umfasst derzeit rund 65 Mitglieder. Die Einheit trifft sich regelmäßig zu Ausbildungsdiensten, in denen sowohl theoretische Inhalte als auch praktische Übungen durchgeführt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausbildung und Belastungsgewöhnung der Chemikalienschutzanzugträger sowie auf der kontinuierlichen Vertiefung der Spezialkenntnisse im Bereich der Gefahrenabwehr bei Gefahrstoffen.

Drohneneinheit

Mitglieder:

– akquirieren sich aus allen Stadtteilen der Feuerwehr Stadtallendorf
– verfügen über einen Fernpilotennachweis der Klasse A1/A3

Die Drohneneinheit der Freiwilligen Feuerwehr Stadtallendorf wurde im Jahr 2024 gegründet und besteht derzeit aus 12 speziell ausgebildeten Feuerwehrangehörigen. Hintergrund der Gründung war der steigende Bedarf an moderner und schneller Lageerkundung bei Einsätzen – insbesondere bei unübersichtlichen Schadenslagen, Großbränden und Gefahrguteinsätzen.

Ziel der Einheit ist es, Einsatzleitungen schnell und präzise mit entscheidungsrelevanten Informationen zu versorgen. Mithilfe moderner Drohnentechnik können Einsatzstellen aus der Luft erkundet, beurteilt und dokumentiert werden. Dies ermöglicht ein umfassendes Lagebild und unterstützt eine effektive sowie sichere Einsatzführung.

Zu den zentralen Aufgaben zählen die Lagefeststellung, die Lagedarstellung und Dokumentation aus der Luft sowie die Detektion von Wärmequellen und Glutnestern. Darüber hinaus unterstützt die Drohneneinheit bei der Suche und Ortung von vermissten Personen sowie bei der Erkundung von Gefahrenbereichen, etwa im Zusammenhang mit Gefahrguteinsätzen.

Die Mitglieder verfügen über den erforderlichen Fernpilotennachweis A1/A3 und absolvieren zusätzlich eine spezialisierte Ausbildung zum BOS-Drohnensteuerer. Regelmäßige Schulungen und Übungen gewährleisten einen sicheren und professionellen Einsatz der Technik.


Katastrophenschutzzug

KatS Zugführer:
– Reiner Schmidt

Fahrzeuge:
– Zugtruppfahrzeug: MTW Wolferode (6/19-1)
– erstes Löschfahrzeug: LF 10 KatS Schweinsberg (4/43-1)
– zweites Löschfahrzeug: LF 20/24-2 Mitte (5/46-1)
– Rüstwagen: RW Mitte (5/52-1)

Mitglieder: 
– akquirieren sich aus allen Stadtteilen der Feuerwehr Stadtallendorf

Nach §2 Abs. 1 Nr. 4 HBKG sind das Land, die Landkreise und die kreisfreien Städte die Aufgabenträger für den Katastrophenschutz.
Eine große Bedeutung für den Katastrophenschutz hat die Regelung nach §28 HBKG. Danach sind u.a. die Gemeinden verpflichtet, auf Ersuchen die
KatS- Behörden bei der Vorbereitung der Abwehr und der Abwehr von Katastrophen zu unterstützen. Diese Regelung gewährleistet den KatS-Behörden im Einsatzfall weitreichende Möglichkeiten, Ausstattung, Fahrzeuge und Personal heranzuziehen, insbesondere aus den nicht von der Katastrophe betroffenen Bereichen. Durch die Stadt Stadtallendorf wird der 10. Katastrophenschutzzug Marburg-Biedenkopf als Einheit des Katastrophenschutzes vorgehalten und im Schadensfall der Katastrophenschutzleitung zur Verfügung gestellt.
Hessen (KatS Marburg-Biedenkopf 10)

Rüstkomponente Ost

R-O-Einheitsführer:
– Leiter der Feuerwehr (Patrick Schulz) o.V.i.A.

Ausbildungsleiter: 
– Christoph Bipp

Mitglieder: 
– akquirieren sich aus Mitglieder der Feuerwehr Stadtallendorf Mitte
– verfügen über eine spezielle Ausbildung in technischer
   Hilfeleistung

Die Rüstkomponente Ost besteht seit der Indienststellung des Rüstwagens der Feuerwehr Stadtallendorf-Mitte.
Bei der Beschaffung wurde besonderes Augenmerk auf die schwere technische Rettung gelegt, in Verbindung mit einem Landkreis Konzept.
Die Feuerwehr Stadtallendorf deckt den Bereich des Ostkreises des Landkreis Marburg-Biedenkopf ab,
weitere Komponenten stehen in Marburg und Biedenkopf. Das Einsatzmittel bedarf gesonderter Ausbildung, wie z.B. den Lehrgang maschinelle Zugeinrichtung, technische Hilfeleistung Verkehrsunfall und -Bau. Auf Anforderung verbringt das Fahrzeug, Einsatzmittel zur Einsatzstelle.
Die Einsatzmittel werden vor Ort unter Anleitung durch die örtlichen Einheiten eingesetzt.

Verpflegungs- und Versorgungstrupp

VVT-Einheitsführer:
– Leiter der Feuerwehr (Patrick Schulz) o.V.i.A.

Ausbildungsleiter:
– Jonny Bipp

Inkludiert in den Verpflegungs- und Versorgungstrupp sind:
– Wechselladerfahrzeug Stadtallendorf-Mitte
– Mannschafttransportfahrzeug Stadtallendorf-Mitte
– Abrollbehälter Logistik
– Abrollbehälter Betreuung 
– Rollcontainer Verpflegung
– Rollcontainer Hygiene 1
– Rollcontainer mobile Wäsche
– Rollcontainer Tankstelle

Mitglieder: 
– akquirieren sich aus Mitgliedern der Feuerwehr Stadtallendorf Mitte

Zeitintensive Einsatzszenarien (> 4 Stunden) beinhalten, auch die Verpflegung der Einsatzkräfte, um die Einsatzfähigkeit weiter sicher zu stellen.
Aus diesem Aspekt werden Maßnahmen ergriffen um die 
Einsatzkräfte, als auch die eingesetzten Einsatzmittel fähig zu halten.  
Mit dem Wechselladerfahrzeug und dem Abrollbehälter Logistik, als auch dem Abrollbehälter Betreuung werden die Maßnahmen vollumfänglich strukturiert. Kommt es im Einsatzszenario zu einer Ausweitung der Maßnahmen, wird vom Einsatzleiter der „VVT“ aktiviert. Diese bereiteten Verpflegung im Feuerwehrhaus Stadtallendorf-Mitte vor und bringen diese im Bedarfsfall zur Einsatzstelle.

Wassertransport- und Wasserförderungszug

Aufbau der Sondereinheit WtWf im vierten Quartal 2022, Einsatzbereitschaft Ende ersten Quartal 2023

Einheitsführer:
– Leiter der Feuerwehr (Patrick Schulz) o.V.i.A.

Fahrzeuge und Ausrüstung:
– KdoW Stadtallendorf
– TSF mit Anhänger Schweinsberg
– TSF-W mit Anhänger Wolferode
– Wechselladerfahrzeug mit AB-Logistik Mitte
– Wechselladerfahrzeug mit AB-Wasser Mitte
– MTW Niederklein
– 6x Rollcontainer Schlauch
– 1x Rollcontainer Pumpe
– 1x Rollcontainer Strom/Licht 
– 5.000 L Wasserbehälter
– 10.000 L Wasserbehälter

Mitglieder:
– akquirieren sich aus allen Stadtteilen der Feuerwehr Stadtallendorf

Zur Sicherstellung des Löschwassers im Bereich der kritischen Löschwasserversorgung wird ein Wassertransport- und Wasserförderungszug (WtWf-Zug) aufgestellt. Zu einem wird dieser mit der Förderung von Löschwasser über lange Wegstrecken beauftragt und zum anderen mit der Bereitstellung von Löschwasser an punktuellen Einsatzszenarien (Wald- und Flächenbrand). Im Katastrophenfall können Bestandteile des WtWf-Zuges zum Transport und zur Abgabe von Trinkwasser umgerüstet werden. Ein weiterer Aspekt ist, dass dieser WtWf-Zug im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit angefordert werden kann.

Örtliche technische Einsatzleitung

ÖTEL-Einheitsführer: 
– Leiter der Feuerwehr (Patrick Schulz) o.V.i.A.

Ausbildungsleiter: 
– Florian Kumpe

Mitglieder: 
– akquirieren sich aus allen Stadtteilen der Feuerwehr Stadtallendorf

Die örtliche technische Einsatzleitung (kurz ÖTEL) der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Stadtallendorf wird als Führungsunterstützungsinstrument der örtlichen Einsatzleitung, in Abhängigkeit der Größe eines Schadenfalls, angefangen von einer örtlichen Großschadenslage bis hin zu flächendeckenden Schadenslagen oder der Häufung mehrerer Einsatzstellen, eingesetzt. Ihre Aufgabe ist die Entlastung und Zuarbeit der Zentralen Leitstelle Marburg-Biedenkopf. Dabei übernimmt sie alle Aufgaben der Einsatzabwicklung und Einsatzdokumentation, durch eigenständiges abarbeiten der Einsatzstellen in der Gemeinde. Die örtliche technische Einsatzleitung trifft sich monatlich zu Unterrichtseinheiten im Jahr und hat zurzeit fünfzehn Mitglieder, welche sich aus allen Stadtteilen zusammensetzen. Im Alarmfall fahren die Feuerwehrangehörigen mit Ihrem Privat-PKW in das Feuerwehrhaus Stadtallendorf-Mitte. Dort befindet sich, eigens für die örtliche technische Einsatzleitung eingerichtet, ein Funk- und Stabsraum. Hier wird eine vollausgestattete Funkzentrale vorgehalten, sowie die nötigen Einsatzmittel und eine autarke IT-Ausstattung. Zusätzlich steht im Alarmfall der Einsatzleitwagen (5/11-1) zur mobilen Einsatzabwicklung im Stadtgebiet zur Verfügung.

Rettung aus Höhen und Tiefen

RHT-Einheitsführer:
– stellv. Leiter der Feuerwehr (Christoph Lütt)

Ausbildungsleiter:
– Ingo Heilmann

Mitglieder:
– akquirieren sich aus allen Stadtteilen der Feuerwehr Stadtallendorf
– verfügen über eine spezielle Ausbildung im Bereich Höhenrettung

Die Höhenrettungseinheit der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Stadtallendorf wurde im Jahr 2022 gegründet und besteht zurzeit aus 16 Einsatzkräften.
Der Hintergrund besteht in den aktuellen und zukunftsträchtigen Bauwerken innerhalb der Kommune und den Brückenbauwerken um 
die Bundesautobahn 49 herum.
Die Aufgabe dieser Sondereinheit ist es, verunfallte Menschen und Tiere aus Höhen und Tiefen zu retten. Hierfür wird von den teilnehmenden Feuerwehr-Mitgliedern eine gewisse Anzahl von Stunden an Sonderausbildung Höhenrettung abverlangt.
Persönliche Anforderungen an jede teilnehmende Einsatzkraft sind zum einen eine gültige G41-Untersuchung (Arbeiten mit Absturzgefahr) und eine gültige Belastungsuntersuchung (z.B. G26.3). Des Weiteren das Seminar „Absturzsicherung“ und eine persönliche Eignung sowie Höhentauglichkeit. 
Als Ausbilder einer Höhensicherung benötigt man auch bestimmte Voraussetzungen. Der Lehrgang „Instrukteur der Absturzsicherung“ ist hierfür nötig. Wer eine SRHT-Ausbildung absolviert hat, bekommt diesen Lehrgang gleichwertig anerkannt.

Hier gibt es noch nichts

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